Klein. Zäh.
Absolut
unwiderstehlich.
Die Sukkulente, die du nicht auf dem Schirm hattest.
Bis sie auf deiner Fensterbank stand.
Über die Pflanze
Eine Gattung mit großem Charakter
Im südlichen Afrika zuhause, nach dem britischen Botaniker Adrian Hardy Haworth benannt — Haworthia klingt nach Museum, sieht aber aus wie Zukunft. Die Blätter können fest und spitz sein wie bei der bekannten Zebra-Pflanze, oder stumpf mit durchsichtigen Fenstern wie bei der Haworthia Cooperi 'Pilifera', durch die Licht direkt ins Innere fällt.
Die meisten Sorten wachsen in einer Rosette — Blätter, die sich spiralförmig um einen Mittelpunkt entfalten, als hätte jemand eine lebendige Geometriestunde gestaltet. Klein, aber mit einer Architektur, die auffällt.
Arten
So pflegst du
sie richtig.
Vier Regeln, die den Unterschied machen.
Wasser: Weniger ist mehr
Soak and Dry — gründlich gießen, komplett trocknen lassen, dann erst wieder. Die Pflanze zeigt selbst wann sie Durst hat: Die Blätter beginnen leicht zu runzeln. Niemals über die Rosette gießen.
Licht
Helles, gefiltertes Licht. Kein direktes Mittagslicht.
Temperatur
Kälteempfindlich unter 5 °C — drinnen ist sie am sichersten.
Substrat
Kaktusmix + Sand oder Perlit. Hauptsache: schnelle Drainage.
Topf
Immer mit Abzugsloch. Staunässe ist der einzige echte Feind.
Licht & Standort
Die Sukkulente, die auch im Schatten glücklich ist
Sie braucht keine direkte Sonne — und das unterscheidet sie von fast jeder anderen Sukkulente. Ein Nordbalkon, ein Büro ohne Südfenster, hinter einer Gardine — sie wächst trotzdem.
Helles Morgenlicht ist ideal. Die intensive Nachmittagssonne kann Verbrennungen hinterlassen. Panaschierte Sorten wie die Haworthia Cymbiformis Variegata sind noch empfindlicher — die cremefarbenen Blattbereiche enthalten weniger Chlorophyll.
Wichtig im Winter: Frost ist der einzige wirkliche Feind. Temperaturen unter null hinterlassen Narben auf den Blättern — drinnen ist sie sicher. Im Winter auch seltener gießen, da die Pflanze ruht.
Haworthia ist die Pflanze für alle, die dachten, sie hätten keinen grünen Daumen. Bis sie eine bekommen haben.
— Kaktos Pflanzenwissen
Vermehrung
Eine wird zu vielen — ganz ohne Aufwand
Haworthia beschenkt dich mit der Zeit: Fast jede ausgewachsene Pflanze produziert irgendwann Ableger — kleine Tochterpflanzen, die direkt neben der Mutterpflanze erscheinen. Ein kleines Wunder, das sich wiederholen lässt, so oft du möchtest.
Ableger trennen
Mit einem scharfen, sauberen Messer möglichst nah an der Mutterpflanze abschneiden, sobald der Ableger groß genug ist.
Abheilen lassen
Den Ableger 2–3 Tage an einem hellen, schattigen Ort trocknen. Die Schnittstelle bildet eine schützende Hornhautschicht.
Einpflanzen & beobachten
In leicht feuchte Erde setzen. Warten bis neues Wachstum sichtbar ist — dann gießen wie eine ausgewachsene Pflanze.

