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So wirst Du Schmier- oder Wollläuse wieder los

So wirst Du Schmier- oder Wollläuse wieder los

Schmier- und Wollläuse sind einer der häufigsten Schädlinge, die Sukkulenten und Kakteen befallen. Jeder, der Sukkulenten und Kakteen sein Eigen nennt, wird irgendwann auf Wollläuse treffen. Schmierläuse und Wollläuse sind eigentlich dasselbe. Sie verbreiten sich schnell von Pflanze zu Pflanze und es kann schwierig sein, sie wieder loszuwerden. Es gibt aber einfache Methoden, die wir Dir in diesem Artikel kurz erklären.  

Was sind Schmierläuse?

Schmierläuse sind eine Familie der Schildläuse (Coccoidea). Ihre Trivialnamen (Schmier- bzw. Wolllaus) erklären sich durch ihre oft wollige und bei Kontakt schmierende Behaarung. Sie sind so genannte Phloemsauger und man kann sie an praktisch allen Teilen der Pflanzen finden. Phloemsauger saugen sich fest und ernähren sich aus den nahrhaften Säften der Pflanze.

Es ist schwer zu sagen, was genau die Ursache für ihr Auftauchen ist, aber Überwässerung ist eine häufige Ursache, ebenso wie Überdüngung. Am häufigsten treten sie an Zimmerpflanzen auf, da dort die Temperaturen gemäßigter sind, aber sie können auch an Sukkulenten im Freien auftreten!

Schmierläuse hängen in der Regel in einer weißen, netzartigen Substanz in den Ecken und Winkeln deiner Sukkulenten. Am liebsten verstecken sie sich dort, wo die Blätter auf den Stamm treffen. Das macht sie oft etwas schwer zu erkennen und schwer zu bekämpfen. Wenn du die Wollläuse zum ersten Mal bemerkst, solltest du deine befallenen Pflanzen isolieren. Wollläuse verbreiten sich schnell und du willst nicht riskieren, dass andere Pflanzen infiziert werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf Schädlinge ist zu empfehlen.

Wie kann ich Schmier- oder Wollläuse loswerden?

Wenn Du nicht gleich die Chemiekeule schwingen willst, ist die beste Lösung und die Schmier- bzw. Wollläuse zu bekämpfen, Spiritus. Man kann den Alkohol mit Wattestäbchen auftupfen, aber der Einsatz einer Sprühflasche ist viel effektiver und einfacher in der Anwendung.

Im Drogeriemarkt gibt es kleine Sprühfläschchen in Reisegröße, die sich hierfür ideal eignen. Damit kann man die fiesen Dinger sofort besprühen, wenn sie auftauchen. Eine größere Sprühflasche bietet sich an, wenn der Befall außer Kontrolle gerät oder sehr viele Pflanzen betroffen sind.

Wenn du die Wollläuse zum ersten Mal bemerkst, solltest du deine befallenen Pflanzen von allem anderen wegbringen und isolieren.  Wollläuse verbreiten sich schnell und du willst nicht riskieren, dass andere Pflanzen infiziert werden.

Um die Wollläuse mit dem Alkohol zu töten, sprühe den Alkohol einfach direkt auf die Wollläuse, egal wo sie sich auf der Sukkulente befinden.

Achte darauf, dass du die schwer zu sehenden Stellen in der Nähe des Stiels kontrollierst. Besprühe sie wirklich gut mit dem Alkohol. Du wirst feststellen, dass die netzartige Substanz fast verschwindet, sobald du sie besprühst und ein kleiner bräunlicher/schwarzer „Käfer“ von der Größe eines Krümels zurückbleibt.

Wenn du die Wollläuse früh erwischst, reicht in der Regel eine Runde Alkoholspray aus. Wenn du allerdings nicht alle erwischt hast, können sie nach ein oder zwei Tagen zurückkommen. Besprühe sie so lange, bis sie nicht mehr zurückkommen.

Wenn du einen großen Befall hattest, kann es eine gute Idee sein, beim nächsten Gießen Alkohol über den Boden zu gießen. Das wird alle Wanzen oder Eier abtöten, die sich in der Erde verstecken.

Schadet der Alkohol der Sukkulente nicht?

Das Tolle an Spiritus ist, dass er völlig sicher für Sukkulenten ist und Deine Pflanze bei richtiger Anwendung keinen Schaden nimmt. Wenn du z.B. eine Sprühflasche benutzt, kommt nur ein leichter Nebel auf die Blätter, so dass der Alkohol schnell verdunstet, bevor ein Schaden entstehen kann. Selbst wenn Du den Alkohol mehrere Tage hintereinander anwendest, sollte es keine Anzeichen von Verbrennungen oder Schäden geben.

Gibt es noch andere Möglichkeiten die Wollläuse loszuwerden

Du kannst z.B. ein wenig Spülmittel ins Wasser geben und das aufsprühen oder auftupfen. Zur biologischen Bekämpfung von Schmierläusen sind beispielsweise Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen geeignet. Die aus Australien stammende Marienkäferart Cryptolaemus montrouzieri wird speziell dafür gezüchtet und vermarktet.

Grundsätzlich kannst Du Deine Sukkulenten auch mit verschiedenen Ölen behandeln. Neemöl z.B. oder auch Raps- bzw. Orangenöl behandeln. Eine gute Möglichkeit der Bekämpfung stellt auch zwölf Gramm Paraffinöl pro Liter Gießwasser dar.

Wichtig ist, die Pflanze nach der erfolgreichen Bekämpfung schnell umzutopfen. Die Eier der Läuse liegen oftmals in der Erde. Daher wird der Austausch der kompletten Erde und das sorgfältige Abspülen der Wurzeln mit Wasser dringend erforderlich.

Bei Zimmerpflanzen kann eine Lösung aus zwölf Gramm Paraffinöl pro Liter Gießwasser

Andere Schädlinge

Schmierläuse sind nicht die einzigen Schädlinge, die Sukkulenten plagen. Viele Sukkulentengärtner leiden auch unter Trauermücken.

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